Die in Düsseldorf lebende Künstlerin
Corina Gertz verfolgt ihr globales Langzeitprojekt mit dem Titel „Abgewandtes Porträt“
(“Averted Portrait“) und bereist dafür viele Länder, unter anderem in Europa, Ost- und Südostasien und Afrika.
In stets gleicher Weise und Proportion porträtiert Gertz zumeist Frauen in traditioneller Kleidung und Tracht, als Hüftbild in Rückenansicht vor schwarzem Hintergrund. Mit ihren Rückenporträts schafft sie Bilder von großer Schönheit und sichtbarer kultureller Differenz.
Durch die Abwendung der Porträtierten richtet sich der Blick der Betrachter*in nicht auf das Gesicht der Dargestellten und wird so abgelenkt, sondern konzentriert sich auf die Körperhaltung, die Kleidung, die materielle Qualität der Textilien und Accessoires.
Das Deutsche Textilmuseum hat die Düsseldorfer Fotokünstlerin zu einer gemeinsamen Ausstellung eingeladen, in der 23 ihrer „abgewandten Porträts“ 150 Objekten der Krefelder Sammlung aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Zeitabschnitten gegenüber im Dialog stehen. Die Auswahl der Fotografien und der Objekte durch das Kuratorenteam des Museums geschah nach ästhetischen, assoziativen Kriterien. Manches Schmuckstück wird zu einer Tracht getragen, ist aber in der Rückenansicht der Fotografie nicht zu sehen. Manche Muster und Symbole sind durch Handel und Tausch von Asien oder Europa in andere Teile der Welt getragen worden und finden Eingang in traditionelle Kleidung. Trachtendekore wirken wiederum auf die Mode …
Foto: Corina Gertz - Vierländerin
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Foto: DTM Krefeld, Inv. Nr. PT 350 Brusttuch Vierlande, Detail, Silberstickerei 1850-1875
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Werfen Sie
hier einen Blick in das
Begleitheft anlässlich der Ausstellung "Zwiegespräche mit Corina Gertz"
C’est dans l’air – Fächer des 18. bis 20. Jahrhunderts im Deutschen Textilmuseum
Kabinettausstellung
16. März 2025 bis 10. August 2025
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… liegt wohl etwas in der Luft?
Im Jahre 2023 erhielt das Deutsche Textilmuseum ein Konvolut von 17 Fächern aus dem Zeitraum zwischen dem 18. und frühen
20. Jahrhundert als Schenkung. Aus unterschiedlichen Materialien hergestellt und auf verschiedene Weise dekoriert, bilden diese reizvollen Accessoires eine besondere Ergänzung zur bestehenden Sammlung an Fächern in der Sammlung des Deutschen Textilmuseums.
Als kulturhistorisch wertvolle Objekte dienten Fächer in den vergangenen Jahrhunderten mehreren Zwecken. Denn neben der
Funktion des Luftwedelns galten die sehr körpernah verwendeten, tragbaren Objekte vor allem als Kommunikationsmedien in Zeiten,
in denen eine „Kultur des Blicks“ offizielle und private Zusammenkünfte dominierte und Status, Geschmack und Prestige durch Kleidung und Gesten ausgedrückt wurden. Als geheimnisvolle Objekte mit langer Geschichte sind Fächer Symbole für Raffinesse und Eleganz.
Die Fächersammlung des DTM zeichnet sich durch eine Vielfalt an verwendeten Materialien, Techniken und Verzierungsweisen aus. Neben Elfenbein und Schildpatt finden sich Holz und Perlmutt für die Stäbe, daneben Federn, Spitze, Seide, Metall, Lithographie und kostbare Bemalung als Dekoration der Blätter. Die Kulturgeschichte des europäischen Fächers lässt sich anhand dieser Sammlung exemplarisch aufrollen. Jeder Fächer erzählt eine eigene Geschichte und ist darüber hinaus ein auffallender Blickfang.
Kuratiert von Jeanne Spriet, wissenschaftlicher Volontärin, zeigt das Deutsche Textilmuseum vom 16.03. bis 10.08.2025 das Fächerkonvolut in einer Kabinett-Ausstellung, kombiniert mit Kleidern und weiteren Accessoires aus der Museumssammlung.
Alle Besucher und Besucherinnen dieser Ausstellung sind eingeladen, sich von der Schönheit und Vielfalt dieser Objekte verführen
zu lassen.
Unsere digitalen Dauerausstellungen
Zur 360-Grad-Ausstellung gelangen Sie direkt
hier
Das Projekt wurde durch Mittel aus dem Smart City-Innovationsbudget des Dezernats Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales der Stadt Krefeld ermöglicht . Weitere Informationen zu Smart City Krefeld finden Sie
hier.
Idee:
Annette Paetz gen. Schieck, DTM
Realisation:
Andrea Sturm, DTM
360 Grad-Aufnahmen:
DigiScan, Duisburg City.Com
Wissenswertes zu den Lichtverhältnissen im Deutschen Textilmuseum Krefeld:
Textilien sind besonders empfindliche Objekte. Licht, Staub und wechselndes Klima sind die größten Feinde historischer Textilien. Um die Textilien zu schützen, werden sie stets in Vitrinen bei maximal 50 Lux und einer konstanten Temperatur von 18 Grad Celsius und
50 Prozent Luftfeuchtigkeit präsentiert.
Aus diesem Grund sind die Aufnahmen etwas dunkler, als vielleicht von Ihnen erwartet. Die jeweiligen POIs zeigen jedoch die Objekte nochmals für Sie in guter Auflösung und bei besten Lichtverhältnissen.
The Fabric Of My Life - Die digitale Ausstellung
Lehnen Sie sich bequem zurück, nehmen Sie sich ein heißes/kaltes Getränk und auch vielleicht etwas zum Knabbern und betrachten Sie hier unsere erste digitale Dauerausstellung The Fabric Of My Life.